Leasing-Rückläufer:

von Gerhard Hacker  0

Wer Leasing-Fahrzeuge zurückgeben muss, hat oft eine Zitterpartie vor sich: Welche Schäden sind kostenpflichtig und welche nicht? Grundsätzlich gilt: Wer von Anfang an gewissenhafte Wagenpflege betreibt, die Inspektionen wahrnimmt und faktische Schäden professionell beheben lässt, minimiert das Risiko eines langen – und teuren – Mängelprotokolls.
 

Vor dem Rückgabetermin kann ein Rundum-Check mit einer sorgfältigen Aufbereitung innen und außen ebenfalls dafür sorgen, dass es keine Überraschungen gibt. Zudem macht ein glänzendes und gepflegt aussehendes Auto immer einen besseren Eindruck. Eine rechtliche Verpflichtung zur Aufbereitung besteht zwar nicht – vollständig und gereinigt sollte das Fahrzeug jedoch schon sein.

 

Was wird also bei der Rückgabe geprüft? Das ist je nach Hersteller immer etwas unterschiedlich, und auch die Toleranzgrenzen variieren. Die folgenden sieben Punkte beziehen sich auf Modelle der Marke Mercedes und sollen hier als Orientierung dienen.

 

Sieben (exemplarische) Prüfpunkte für Leasing-Rückläufer

 

  • Räder

    Für Felgen gilt: leichte Kratzer sind in Ordnung, grobe Abschürfungen, Verformungen oder Schlimmeres nicht. Fürs Gummi gilt: mindestens 3 mm Profiltiefe bei Sommerreifen und 4 mm bei Winter- und Ganzjahresreifen. Ungleiche Reifenfabrikate, runderneuerte Reifen oder unregelmäßig abgefahrene sowie beschädigte Reifen verursachen Kosten.


  • Mechanik/Elektronik

    Das Auto muss fahrbereit sein und mechanisch sowie elektronisch voll funktionstüchtig. Sämtliche Inspektionen müssen durchgeführt und dokumentiert sein. Auch die HU muss erledigt sein.


  • Lack

    Beklebungen auf Lack oder Glas müssen rückstandslos und ohne Schäden entfernt werden. Steinschläge bis 3 mm sind in Ordnung – allerdings max. drei auf einer Fläche von 10 cm x 10 cm. Bei Kratzern sieht die Lage so aus: Hier wird alles, was mit der Maschine rauspoliert werden kann, akzeptiert. Dazu zählen auch die „beliebten“ Waschanlagenringe.


  • Karosserie

    Beulen werden durchaus toleriert, aber nur in bestimmtem Umfang. Sie sollten unter 2 cm groß sein und keine Lackbeschädigungen aufweisen. Bis zu zwei Beulen pro Bauteil oder sechs pro Fahrzeug gehen noch durch.


  • Verglasung

    Scheiben und Scheinwerfer dürfen zwar Gebrauchsspuren aufweisen, in der Regel jedoch keine Schäden, die die Verkehrssicherheit oder die Erteilung der Prüfplakette (HU) beeinträchtigen.


  • Interieur

    Hier gilt: Gebrauchsspuren: ja. Viel Dreck, Brandlöcher, Risse oder Löcher im Kunststoff: nein! Hier kann regelmäßige Pflege und ein bisschen Schutz viel Gutes bewirken.


  • Fehlteile

    Alles, was zum Auto gehört, geht auch zurück an den Händler. Das gilt für Sonderausstattungen wie Navi und dazugehörige CDs ebenso wie für Reserverad, Wagenheber, Verbandkasten und Warnweste.



Mit einer umfassenden Aufbereitung lässt sich also unter Umständen eine Menge Geld sparen.

Wenn Sie Fragen haben oder einen Rundum-Check wünschen, kommen Sie gern bei uns vorbei. Als unabhängige Instanz gucken wir gern auf den Zustand und besprechen, wo Sie noch was rausholen können.

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